Im Gutachten des Gutachterausschusses Linzgau-Gehrenberg wird nach der Ertragswertmethode ein Rohertrag von € 81.240 jährlich ausgewiesen.
Dieser entspricht unseres Erachtens nicht der wirtschaftlichen Realität im Januar 2026:
Der Mietpreis für die von der Bahn genutzten Räume wird mit € 5,12 ausgewiesen, beträgt tatsächlich jedoch € 3,31.
Die Miete für Wohnungen rangiert je nach Lage zwischen € 8,44 und € 11,25 laut Mietspiegel 2024 und nicht bei € 12,44 wie angenommen.
Büroräume werden aktuell in Salem für max. € 10 /qm – viele auch deutlich günstiger – angeboten. Auch angesichts der Lage und des Repräsentationswertes scheinen uns € 13 nicht erzielbar.
Das Gutachten geht von einer kompletten Vermietung des gesamten Gebäudes aus. Ein nicht vermieteter Wartebereich ist ebenso wenig einkalkuliert wie Räume zur Nutzung durch Vereine, Selbsthilfegruppen, Jugend u.ä.
Zieht man diese Aspekte in die Berechnung mit ein, ergibt sich lediglich ein Rohertrag von ca. EUR 47.000 jährlich.
Wir planen immer eine vergleichsweise günstige Miete zu vereinbaren. Preissteigerungen können wir allerdings für die Zukunft nicht ausschließen.
Laufende Kosten
Das Gutachten des Gutachterausschusses Linzgau-Gehrenberg geht von Bewirtschaftungskosten von ca. € 18.000 aus.
Wir möchten die Kosten für laufende Bewirtschaftung und Instandhaltung auf € 10.000 reduzieren und werden dementsprechend manches mit bürgerschaftlichem Engagement abdecken.
Dies sehen wir als eine der zentralen Herausforderungen bei dem Projekt.
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Rendite
Mit unseren Zahlen erreichen wir eine Rendite von ca. 1,2 %. Die erste Ausschüttung an die Investoren kann allerdings erst erfolgen, wenn nach Abschluss der Sanierung mindestens ein Jahr vergangen ist.
Wir rechnen mit der ersten Ausschüttung im fünften Jahr nach der Genossenschaftsgründung.
Zusätzlich planen wir PV-Anlagen auf dem Bahnhofsgebäude und dem Güterschuppen anzubringen und entweder über das Mieterstrommodell selbst weitere Einnahmen zu generieren oder die Flächen bspw. für ein weiteres PV-Projekt des Energiestammtisches zu vermieten. Eine konkrete Kalkulation kann allerdings erst später erfolgen, weshalb wir diese Einnahmen vorerst nicht mit einplanen.
Analoges gilt für Einnahmen aus der Vermietung des Güterschuppens sowie der Parkplätze. Insofern ist die Rendite eine eher vorsichtige Schätzung.